MACH MIT! Spenden Sie ihr altes Handy. Die Agenda Josefstadt unterstützt die Handyrecycling Akton des Jane Goodall Instituts – Austria. Geben Sie ihr altes Handy im Agendabüro in der Laudongassse 40 in eine Sammelbox zugunsten der Kampagne „Handy sammeln“.
Was ist der Hintergrund der Kampagne „Handy sammeln“?
Mobiltelefone enthalten das wertvolle Metall Coltan. Der Abbau zerstört den afrikanischen Regenwald. Dadurch verlieren Menschenaffen wie Schimpansen und Gorilla sowie viele andere Tiere und auch Pflanzen ihren Lebensraum. Für die Menschen in diesen Ländern bedeutet der Raubbau ebenfalls verheerende Folgen. Hunderte werden in den Minen des Kongos jedes Jahr lebendig begraben oder ersticken in den Abgasen dieselbetriebener Wasserpumpen. Mit dem Ertrag ihrer Plackerei finanzieren bewaffnete Gruppen einen Krieg, der seit 15 Jahren wütet, mit Millionen von Toten.
Jedes recycelte Handy sichert Ressourcen und somit das Überleben der Schimpansen und allen anderen Lebewesen. Man unterstützt durch die Abgabe eines alten Mobiltelefons das Jane Goodall Institut-Austria mit 1,50 Euro. Dieses Geld wird in ein Projekt zum Schutze der Schimpansen und zur Hilfe für die Menschen im Kongo investiert.
Wie muss ich mir den Coltan Abbau im Kongo vorstellen?
Betrieben werden diese Minen meist von terroristischen und kriegerischen Vereinigungen für die Mensch, Tier und Natur nur Mittel zu Zweck – viel Geld- sind. Gewalt ist allgegenwärtig.
Die Arbeitsbedingungen sind katastrophal. Menschen – oft Kinder – suchen mit Händen im Tagbau nach den wertvollen Erzen. Sie sind gefährlichen Chemikalien ausgesetzt. Der Lohn reicht kaum, um den Lebensunterhalt zu sichern. Tausende leben in Zeltlandschaften ohne Infrastruktur in den Minengegenden, die mittlerweile wie Mondlandschaften aussehen, da die Vegetation großflächig zerstört ist. Zahlreiche Tierarten sind vor der Ausrottung bedroht. Die bekannteste unter ihnen ist der Gorilla, der in dieser Gegend sein letztes Rückzugsgebiet hat, aber auch Schimpansen. Nicht nur der Verlust ihres Lebensraumes bedeutet eine große Gefahr für diese Menschenaffen. Auch zur Fleischversorgung der Arbeiter in den Minen werden Menschenaffen im großen Stil gewildert. Zudem forciert der Straßenausbau zu und in den Minen den illegalen Handel mit Bushmeat beträchtlich.
Warum macht das Jane Goodall Institut-Austria eine Kampagne zu Handys im Kongo?
• Vor 50 Jahren im lebten mindestens 1,5 Millionen der Menschenaffen in Uganda, Kongo, Kongo-Brazzaville und 18 anderen Staaten. Inzwischen wird die Zahl der Schimpansen auf nur noch etwa 200.000 – 300.000 geschätzt und der größte Teil davon lebt (noch) im Kongo.
• Das JGI betreibt dort das größte Auffanglager – Tchimpounga – für Schimpansen-Waisen.
• Artenschutz ist in Verbindung mit Menschen machbar. Menschen sind für den Umwelt und Tierschutz verantwortlich.
• Die Basis für die Arbeit des JGI stellt die Förderung des respektvollen, nachhaltigen Umgangs mit Menschen, Tieren und Natur dar.
• Die Kampagne soll auf den notwendigen nachhaltigen Umgang mit begrenzt
vorhandenen Rohstoffen aufmerksam machen.
Veröffentlicht unter Energie und Umwelt